18
Jahre auf 64 Seiten – das sind die Bücher der Reihe
„Wir vom Jahrgang ... – Aufgewachsen in der DDR“
aus dem Wartberg-Verlag. Das Prinzip des Erfolgs: Je ein Vertreter
der Jahrgänge 1942 bis 1972 hat seine Kindheit und Jugend
beschrieben.
Schwierig, aber spannend für die Autoren war der Anspruch,
dass das Buch möglichst viele Jahrgangsgenossen ansprechen
soll. Welche der eigenen Erlebnisse lassen sich verallgemeinern?
Ich habe den Band über die 68er geschrieben. Dafür habe
ich nicht nur eigene Erinnerungen ausgegraben, sondern auch mit
vielen Altersgenossen gesprochen. Und mit Eltern und Erziehern,
die Details aus unseren ersten Lebensjahren beisteuerten. Die
Texte lassen Erinnerungen an Kindergarten und Schule, Pioniertuch
und Jugendweihe, Altstoffe und ZV-Lager, Jugendclub und Popperklamotten
wieder aufleben. Bilder aus Archiven und privaten Fotoalben illustrieren
den Rückblick. Fakten werden genauso genannt wie Alltags-Anekdoten
erzählt. Ab und zu gibt es kritische Sätze, die damals
nicht erlaubt gewesen wären. Aber die Bücher dieser
Reihe sind keine historischen Abhandlungen mit politischen Analysen,
sondern ein freundlicher Blick zurück in eine Welt, die es
so nicht mehr gibt.
Die
Buch-Reihe, die seit Oktober 2007 auf dem Markt ist, stößt
auf großes Interesse bei den Lesern. Deshalb gibt es jetzt
eine Erweiterung. Auch den Jahrgängen 1935 bis 1941 sowie
1973 bis 1978 ist jeweils ein eigener Band „Aufgewachsen
in der DDR“ gewidmet.